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WASSERMÜHLE RÖBLINGEN AM SEE
DIE PROVENCE IM MANSFELDER LAND

                                    demnächst / Landkultur





  

Zwischen dem Mühlenhof und dem kleinen Flüsschen Weida erstreckt seit dem Anfang des Jahrhunderts auf 7000 m2 der Mühlengarten. Aus einem verwaisten Kulturland erwuchs in wenigen Jahren die alte Auenlandschaft neu und mischt behutsam sich mit den gestalteten Bereichen des Gartens.


  

Und so verbindet der Garten heute den Stil eines englischen Parks mit der Romantik einer deutschen Streuobstwiese und geht zum Bach in eine typische Auenwaldvegetation mit Giersch, Bärlauch, Hasel, Holunder und Walnussbäumen über, durch die einige verschlungene Wege führen.


  

Für den Gärtner stellen sich jedes Jahr die Fragen, wie viel Platz lasse ich der Natur und wie viel Raum nimmt sich der Mensch für die Gestaltung und die Nutzung der Landschaft? Beides geht nur zusammen, wenn der Mensch sich mit der Natur arrangiert.


  

In der Mitte des Gartens steht ein großes Bienenhaus, welches nach den Ideen des Pioniers der deutschen Imkerei, Ferdinand Gerstung, um 1930 erbaut wurde. Es ist wahrscheinlich weltweit das einzige unterkellerte und beheizbare Bienenhaus in massiver Ziegelbauweise.


  

Aber auch die Imkerei unterliegt wirtschaftlichen Zwängen und so ist es zu erklären, dass wir trotz jahrelanger Suche keinen Imker gefunden haben, der dieses einmalige Gebäude bewirtschaften möchte. Inzwischen ist es ein Ort der Entspannung, ein Pavillon zum Lesen mit einer kleinen Sammlung historischer Instrumente der Imkerei und zwei Bienenvölkern.


  

Jedes Jahr im Frühling, wenn die Völker sich teilen und schwärmen, lassen sich manchmal Schwärme in der Nähe nieder, bevor sie ihren Weg auf der Suche nach einem neuen Zuhause fortsetzen.


  

Einen sehr besonderen Reiz haben die Wiesen im Frühling, wenn alle Kräuter und Frühblüher ihre Kraft entfalten. Man ist jedes Jahr erstaunt, welche Artenvielfalt in dieser Erde schlummert und wie sie in kürzester Zeit alles überwuchern und verändern kann. Dann ist es auch bald Zeit, den Rasentrecker aus dem Winterschlaf zu holen, um schweren Herzens die Pracht zu zerstören und in Rasen zu verwandeln, weil es später nicht mehr möglich wäre.


  

An regnerischen Tagen schwillt die Weida schnell an, aber bei Trockenheit ist ihr Wasser klar und man kann Forellen beobachten oder gar den Eisvogel sehen. Eine Bachwanderung ist immer ein besonderes und aufregendes Abenteuer. Man findet allerlei Dinge, die man nicht erwartet und spürt die Kraft der Natur ganz unmittelbar.


  

Die sehr verschiedenen Skulpturen und Inszenierungen, die sich in die Natur einbetten und sich oft erst auf den zweiten Blick zu erkennen geben, verleihen der Komposition aus Gestaltung und Natur ein ganz eigenes Flair.


  

Hierbei handelt es sich um die Schienen einer alten Feldbahn, auf der die Achsen einer Lore das Innenleben eines alten Röhrenfernsehers tragen.


  

Die Kirschblüte ist für mich der mentale Höhepunkt des Gartenjahres. Schluss mit der winterlichen Trägheit und ran an die Aufgaben! Bald ist Mitsommer, die Kirschen sind lange reif und die Tage werden wieder kürzer.


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